2010: Hans-Jakob Siber

Hans-Jakob Siber

Un paléontologue autodidacte à la fois intuitif et rigoureux!

Le 26 juin 2010, lors de sa 89e assemblée générale, la Société Paléontologique Suisse decerne le Prix Amanz Gressly à Hans-Jakob Siber pour sa contribution majeure à la recherche, à l’étude et à la valorisation des dinosaures.

Köbi Siber est un personnage ! Sa soif de connaissance, sa curiosité scientifique et son flair légendaire sur le terrain sont quelques-unes de ses nombreuses qualités. Passionnant et passionné, il valorise ses nombreuses découvertes avec succès auprès du public dans son musée proche de Zurich : le Sauriermuseum d’Aathal. Cette institution privée, qui attire annuellement plus de 100 000 visiteurs, témoigne de l’importance de ses découvertes par la présentation d’une des plus remarquables collections de squelettes de dinosaures d’Europe.
Sa rigueur scientifique, ses méthodes de fouille et le succès rencontré dans ses recherches sur le terrain et auprès du grand public ont peu à peu gagné le respect de la communauté scientifique toute entière. En avril dernier, l’Université de Zurich lui a décerné le titre de docteur honoris causa en reconnaissance de son immense travail.


Kurzbiographie

Hans-Jakob Siber, geboren 1942, machte die A-Matur (Altgriechisch und Latein), ging in die USA und belegte an der Montana State University die Fächer Theater und Film. In die Schweiz zurückgekehrt, gründete er mit seinem Vater Hans und seinem Bruder Edward die Firma Siber+Siber, die mit Mineralien und Fossilien handelt. Seine Zukunft sah er als Regisseur und produzierte zwischen 1968 und 1972 Experimentalfilme, womit er jedoch seine inzwischen gegründete Familie nicht ernähren konnte.
Er begann, sich intensiv mit der Geschichte der Tierwelt vergangener Zeitepochen auseinanderzusetzen, vertiefte sich in Literatur zu Fossilien und begann eigene Grabungen. In den 80er Jahren grub er in Peru Skelette von fossilen Bartenwalen aus, dann verlegte er sein Tätigkeitsgebiet nach Wyoming (USA), wo er durch spektakuläre Funde von Raubsauriern (Allosaurus "Big Al") und pflanzenfressenden Sauriern (u.a. Stegosaurus, Diplodocus) Aufsehen erregte. «Köbi» Siber, bei englisch sprechenden Kollegen als «Kirby» Siber bekannt (aufgrund der Schwierigkeit, Köbi auszusprechen), gab sich damit nicht zufrieden. Getrieben von einer kühnen Vision, mit unermüdlichem Einsatz und ohne öffentliche Gelder baute Hans-Jakob Siber in einem stillgelegten Fabrikgebäude in Aathal ein Museum auf, in welchem unter anderen Objekten 18 lebensgrosse Saurierskelette und Sauriermodelle gezeigt werden. Das Museum ist nicht nur bei der Bevölkerung populär (über 1 Million Besucher seit der Eröffnung 1992; jährlich Hunderte von Führungen für Schulklassen), es findet auch in der Fachwelt grosse Beachtung. Im Laufe der letzten zehn Jahre hatte das Museum Besuch von über 40 Forschern die anhand des Fundmaterials aus Wyoming ihre Studien durchführten und die Ergebnisse in zahlreichen wissenschaftlichen Publikationen verbreiteten
Im Jahr 2005 fand in Aathal die Tagung der Forschergemeinschaft von Sauropoden statt (DFG Research Unit FOR 533). An die 40 Forscher aus Europa und übersee nahmen daran teil, Thema: «Biology of the Sauropod Dinosaurs: The Evolution of Gigantism». Zudem organisierte Hans-Jakob Siber mehrere Spezialausstellungen und war der Initiant eines wissenschaftlichen Symposiums zu Stegosauriern, welches im Juni 2009 im Sauriermuseum stattfand. (Weltweit gibt es nur fünf gute Skelette von Stegosauriern - davon sind zwei von Hans-Jakob Siber und seinem Team ausgegraben worden). Hans-Jakob Siber hat seine Funde auch Interessenten an der Universität Zürich für Forschungsarbeiten zur Verfügung gestellt. Seine Verbundenheit mit den Zürcher Hochschulen zeigte sich auch in der im Herbst dieses Jahres von der Universität Zürich und der und Eidgenössisch Technischen Hochschule Zürich (ETHZ) organisierten Darwin-Ausstellung im Hauptbahnhof, wo er drei Saurier-Skelette aus seiner Sammlung beisteürte. Diese waren die weithin sichtbare Haupt-Attraktion und haben massgeblich zum Erfolg der Ausstellung beigetragen.